Im Rahmen der beruflichen Orientierung sollen Schülerinnen und Schüler sich in einem ersten Schritt selbst besser kennenlernen. Dazu gibt es beispielsweise auf berufsberatung.ch oder in an Schulen verwendeten Lehrmitteln mehrere Formulare.
Will man aber in einem Bereich in die Tiefe gehen, bietet sich die Verwendung einer entsprechenden Moodle-Datenbankaktivität (Preset) an.
Die Datenbank
In der Datenbankaktivität werden die Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert, Fragestellungen aus folgenden Bereichen zu beantworten.
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- Gedanken und Gefühle
- Stärken, Talente und Persönlichkeit
- Alltag und Gewohnheiten
- Erinnerungen und Erfahrungen
- Wünsche, Ziele und Zukunft
- Freundschaft, Familie und andere Menschen
- Nachdenken über sich selbst
- Freundschaft und Vertrauen
- Familie und wichtige Menschen
- Streit, Verletzung und Mut
- Andere Menschen kennenlernen
- Nachdenken über Beziehungen
Dabei können jeweils vorgegebene Fragen über eine Checkliste ausgewählt und anschliessend beantwortet werden.

Allenfalls ist es in dieser Arbeitsphase sinnvoll, Beiträge mittels der Einstellung „Freigabe erforderlich: ja“ für andere Lernende unsichtbar zu schalten.
Vorgehen im Unterricht
Die Schülerinnen und Schüler beantworten jeweils aus jedem Themenbereich 2 – 3 Fragen. Werden sie in der Lektion damit nicht fertig, kann die Vervollständigung auch als Hausaufgabe aufgegeben werden. Dies hat den Vorteil, dass die Lernenden ihre Antworten noch einmal überarbeiten können – insbesondere, wenn sie sich sehr persönlich zu einzelnen Fragen geäussert haben.
Im nächsten Schritt setzt die Lehrperson die Einstellung „Freigabe erforderlich“ auf „nein“. Dadurch werden alle Einträge sichtbar. Alternativ können diese auch einzeln und manuell freigegeben werden. Die Schülerinnen und Schüler lesen nun gegenseitige ihre Einträge und notieren bei den Kommentaren jeweils, wer einen Beitrag vermutlich geschrieben hat und wie sicher sie diese Person erkannt haben.
In dieser Phase sehen die Lernenden dank der JavaScript-Programmierung in der Datenbank nur die eigenen Kommentare. Trotzdem ist ersichtlich, wie viele Kommentare ein Beitrag schon erhalten hat.
Für die nächste Phase muss die Lehrperson an drei Stellen im Code der Datenbankaktivität Anpassungen vornehmen:
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- In der Listenansicht sollen nun die Namen der Lernenden angezeigt werden. Dazu passt man den Code der Listenansicht im wiederholten Eintrag wie folgt an:
<tr><td>##more####edit####delcheck##</td><td>##user##</td><td>##timemodified##</td></tr>
- In der Einzelansicht sollen der Name des Lernenden und die Kommentare angezeigt werden.
Den Namen des Lernenden passt man analog zur Listenansicht an:<h3>Ich und die anderen</h3> <p>von ##user## (angepasst am: ##timemodified##)</p> <p>##edit##</p>
Um die Kommentare anzuzeigen, muss man im JavaScript der Listenansicht, folgende Zeile anpassen:
if (false) { //verstecke Kommentare, um sie anzuzeigen: false
- In der Listenansicht sollen nun die Namen der Lernenden angezeigt werden. Dazu passt man den Code der Listenansicht im wiederholten Eintrag wie folgt an:
Nun sind sowohl die Namen der Lernenden als auch die Kommentare sichtbar und die Schülerinnen und Schüler können einsehen, wie gut sie sich gegenseitig eingeschätzt haben.
Erfahrung aus dem Unterricht
Es ist sinnvoll, den Schülerinnen und Schüler die einzelnen Schritte vor ganz am Anfang zu erklären. Damit kann man verhindern, dass die Lernenden allzu Privates notieren. Ausserdem ist es wichtig, ihnen zu erklären, in welchem Zusammenhang die Aktivität mit der Berufswahl steht.
Wenn es darum geht, andere anhand ihrer Aussagen zu erkennen, sind Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse altersgemäss sehr motiviert und die Auflösung gibt vielen Bestätigung. Vereinzelt kommt es aber auch zu Überraschungen, wenn z. B. von einem Mädchen vermutet wird, dass es sich um einen Jungen handelt, der sich im Unterricht ganz anders verhält als das Mädchen.
Insgesamt leitet die Aktivität die Schülerinnen und Schüler zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen an und bereitet sie damit gut auf die nächsten Schritte in der Berufswahl vor. Der Vergleich zwischen dem Eigen- und Fremdbild kann dabei zur Horizonterweiterung beitragen.
