{"id":33,"date":"2017-01-05T09:31:39","date_gmt":"2017-01-05T09:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/gigers.com\/blog\/?p=33"},"modified":"2024-06-24T17:32:49","modified_gmt":"2024-06-24T17:32:49","slug":"arbeitsblaetter-im-digitalen-zeitalter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gigers.com\/blog\/arbeitsblaetter-im-digitalen-zeitalter\/","title":{"rendered":"Arbeitsbl\u00e4tter im digitalen Zeitalter"},"content":{"rendered":"<p>Ein zentrales Arbeitsinstrument im Unterricht der letzten drei Jahrzehnte\u00a0war das Arbeitsblatt. Musste dies vor der Verbreitung von Kopierern m\u00fchsam mit Hilfe von Umdruckern hergestellt werden, wobei die entsprechenden Matrizen h\u00e4ufig von Hand geschrieben wurden, erm\u00f6glichte der Kopierer die Verbreitung von drucktechnisch immer anspruchsvolleren Unterlagen. Dabei ging manchmal vergessen, dass Unterricht nicht nur aus dem Ausf\u00fcllen von L\u00fcckentexten und der Beschriftung von Bildelementen lebt. Auch die offiziellen Lehrmittel erf\u00fcllten die Erwartungen. Nebst den eigentlichen Schulb\u00fcchern lieferten sie Ordner von Arbeitsbl\u00e4ttern, welche eine Differenzierung des Unterrichts erm\u00f6glichen sollten.<\/p>\n<p>War das Kopieren eines Arbeitsblattes am Anfang also noch eine von der Lehrperson frei gew\u00e4hlte Handlung mit dem Ziel, den eigenen Unterricht zu bereichern, wurde diese bald zu einem Muss. Ganze Stapel von losen Bl\u00e4ttern wurden kopiert, verteilt, wieder eingesammelt und teilweise sogar korrigiert. Diese Entwicklung hat in den letzten Jahren wahrscheinlich einen H\u00f6hepunkt erreicht.<\/p>\n<p>Mit der Digitalisierung des Unterrichts und dem Einsatz von 1:1-Ger\u00e4ten im Unterricht stellt sich aber die Frage: Ist das Arbeitsblatt auf Papier noch zeitgem\u00e4ss?<\/p>\n<ul>\n<li>In vielen F\u00e4llen lautet die Antwort &#8222;Nein&#8220;. N\u00e4mlich immer dann, wenn auch einem Arbeitsblatt eindeutige Antworten eingetragen werden. In diesen F\u00e4llen ist es sinnvoll, das entsprechende Arbeitsblatt zu digitalisieren, weil dann der Aufwand f\u00fcr das Kopieren, Verteilen, Einsammeln und Korrigieren wegf\u00e4llt. Die Digitalisierung ist\u00a0auch deshalb sinnvoll, weil Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler solche\u00a0&#8222;Arbeitsbl\u00e4tter&#8220; unabh\u00e4ngig von der Lehrperson bearbeiten k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Wenn es darum geht, Informationen festzuhalten, welche nicht eindeutig richtig oder falsch sind, ist das Arbeitsblatt vielleicht weiterhin sinnvoll. Vor allem dann, wenn die unterrichtende Lehrperson nicht \u00fcber das technische <a style=\"color: black; text-decoration:none; font-weight: normal\" href=\"https:\/\/redmoon.org\/\">best canadian online casino<\/a> Wissen und K\u00f6nnen verf\u00fcgt, die entsprechenden Sch\u00fclerantworten in einer digitalen Form einzuholen.<\/li>\n<li>Sinnvoll kann ein Arbeitsblatt auch dann sein, wenn die Handschriftlichkeit und das Anfertigen von Notizen Ziel des Unterrichts sind, allerdings gibt es auch hier bereits digitale Alternativen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Arbeitsblatt wird also nicht vollst\u00e4ndig verschwinden, aber\u00a0es wird seine vorherrschende Stellung verlieren, welche es im heutigen Unterricht einnimmt. Da sich mit der Digitalisierung von Unterricht gleichzeitig zahlreiche neue M\u00f6glichkeiten ergeben, wie Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihr Wissen und K\u00f6nnen im Unterricht unter Beweis stellen k\u00f6nnen, f\u00fchrt die Verringerung der Anzahl der Arbeitsblattkopien zu einer eigentlichen Bereicherung des Unterrichts. In diesem Falle ist weniger tats\u00e4chlich mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein zentrales Arbeitsinstrument im Unterricht der letzten drei Jahrzehnte\u00a0war das Arbeitsblatt. Musste dies vor der Verbreitung von Kopierern m\u00fchsam mit Hilfe von Umdruckern hergestellt werden, wobei die entsprechenden Matrizen h\u00e4ufig von Hand geschrieben wurden, erm\u00f6glichte der Kopierer die Verbreitung von drucktechnisch immer anspruchsvolleren Unterlagen. 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