{"id":150,"date":"2018-11-24T12:49:28","date_gmt":"2018-11-24T12:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/gigers.com\/blog\/?p=150"},"modified":"2024-06-24T17:33:04","modified_gmt":"2024-06-24T17:33:04","slug":"tastaturschreiben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gigers.com\/blog\/tastaturschreiben\/","title":{"rendered":"Tastaturschreiben"},"content":{"rendered":"<p>In der Volksschule wurde bereits vor Jahren das systematische Training der Handschrift unter anderem mit dem Hinweis auf deren verschwindende Bedeutung im tastaturorientierten Computerzeitalter massiv abgebaut oder zumindest aus dem Klassenzimmer in die Verantwortung der Eltern verlagert. Ein systematischer Schreibunterricht, wie er ehemals praktiziert wurde, scheint kaum mehr stattzufinden. Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden selten diskutiert, sind aber im Schulalltag umso offensichtlicher: Vielen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern gelingt es nicht im gen\u00fcgenden Ausmasse, eine automatisierte Handschrift zu entwickeln, welche es ihnen erlaubt, sich auf die h\u00f6heren Funktionen der Textgestaltung zu konzentrieren. Dies beginnt bei unsinnigen Bewegungsabl\u00e4ufen beim Schreiben einzelner Buchstaben, setzt sich fort in Unsicherheiten bei der Rechtschreibung und f\u00fchrt in Verbindung mit einer mangelnden Exposition von geschriebenen Texten und fehlender \u00dcbung im Schreiben solcher zu grammatikalisch falsch aufgebauten S\u00e4tzen. Kommen dann noch sprachliche Herausforderungen dazu, wie beispielsweise ein fremdsprachiges Elternhaus, kann dies zu einem fast v\u00f6lligen Verlust der schriftlichen Verst\u00e4ndlichkeit f\u00fchren. Nun scheint sich eine \u00e4hnliche Entwicklung beim Tastaturschreiben abzuzeichnen.<\/p>\n<h3>Theorie und Praxis<\/h3>\n<p>Dabei ist zwischen theoretischen Anforderungen und der tats\u00e4chlichen Schulpraxis zu unterscheiden. Der Lehrplan fordert ein gel\u00e4ufiges Schreiben von Hand und mit der Tastatur:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen in einer pers\u00f6nlichen Handschrift leserlich und gel\u00e4ufig schreiben und die Tastatur gel\u00e4ufig nutzen. Sie entwickeln eine ausreichende Schreibfl\u00fcssigkeit, um gen\u00fcgend Kapazit\u00e4t f\u00fcr die h\u00f6heren Schreibprozesse zu haben. Sie k\u00f6nnen ihren produktiven Wortschatz und Satzmuster aktivieren, um fl\u00fcssig formulieren und schreiben zu k\u00f6nnen.&#8220;\u00a0(Lehrplan Kanton Thurgau, Deutsch D.4 Schreiben)<\/p><\/blockquote>\n<p>Er legt aber die Verantwortlichkeit f\u00fcr das Tastaturschreiben nicht eindeutig fest, respektive stellt in der Stundentafel keine entsprechenden Zeitgef\u00e4sse daf\u00fcr zu Verf\u00fcgung. So beschreibt der Lehrplan im Zyklus 2 die Kompetenz, Texte mit verschiedenen Schreibger\u00e4ten gestalten zu k\u00f6nnen und nennt dabei auch die Tastatur. Und im Zyklus 3 ist dann die Rede davon, dass Sch\u00fcler &#8222;ausreichend automatisiert&#8220; handschriftlich und mit der Tastatur schreiben k\u00f6nnen sollen.<\/p>\n<p>Immerhin wird der Lehrplan in den &#8222;Didaktischen Hinweisen&#8220; zum Sprachlernen dann doch noch etwas deutlicher:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Ab dem 2. Zyklus wird das Blindtippen zunehmend automatisiert. Das Training von h\u00e4ufigen Buchstabenfolgen und W\u00f6rtern f\u00fchrt zu raschem Tastaturschreiben. Im 3. Zyklus soll das Tastaturschreiben automatisiert werden. Die blinde, perfekte Beherrschung der Tastatur zu erwerben ist nicht Ziel der Volksschule.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenn der Lehrplan davon spricht, dass die &#8222;perfekte Beherrschung der Tastatur&#8220; nicht das Ziel der Volksschule sei, dann beschreibt er einen Lernstand, welche einige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aktuell nach etwa einem halben Jahr intensivem Tastaturschreibunterricht mit einer Wochenlektion auf der Sekundarstufe inklusive Training zuhause erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Trotzdem bleibt diese Formulierung &#8222;Automatisierung&#8220; des Tastaturschreibens stark interpretationsbed\u00fcrftig und f\u00fchrt in Gespr\u00e4chen mit Verantwortlichen zwischen und innerhalb der einzelnen Zyklen zu ganz unterschiedlichen Interpretationen.<\/p>\n<h3>Sorgloser Umgang mit dem Tastaturschreiben<\/h3>\n<p>Auf der Seite einen werden die schon von der Handschriftdebatte angef\u00fchrten Argumente ins Spiel gebracht: Das Tastaturschreiben sei eine veraltete Erscheinung, welche bald durch neue Techniken wie die automatisierte Spracherkennung \u00fcberfl\u00fcssig gemacht werde, und sie werde ja auch nicht von anderen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in ihrem sp\u00e4teren Berufsleben gebraucht, d.h. w\u00e4re im Wesentliche eine Technik, welche nur f\u00fcr Sekret\u00e4rinnen von Bedeutung sei.<\/p>\n<p>So machen z.B. G\u00fcnther, Bredel &amp; Becker-Mrotzek (2007, S. 15) in ihrem Beitrag zur Sprachdidaktik &#8222;Texte schreiben&#8220; folgende Aussage:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Routine im Handschreiben, Tastaturschreiben, Diktat und der Orthographie setzt Kapazit\u00e4ten frei f\u00fcr andere Prozesse, sind aber keine zwingenden Voraussetzung f\u00fcr die Produktion eines Textes.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Tastaturschreiben wird hier also als eine Technik angesehen, welche durchaus n\u00fctzlich sein kann, aber eben keine zwingende Voraussetzung f\u00fcr weitere Lernschritte darstellt.<\/p>\n<p>Diese Argumentation ist insofern erstaunlich, weil immer wieder auf die Wichtigkeit des Tastaturschreibens in einer technisierten Welt hingewiesen wurde und sich die Debatten in jeder neuen Generation zu wiederholen scheinen. So war beispielsweise bereits Gillmon (1991) der Ansicht, dass ein strukturiertes Training im Tastaturschreiben Teil des Lehrplans in Schulen sein sollte. Die Autorin bezog sich damals jedoch noch auf den Mittelschulbereich hatte aber explizit nicht mehr die Schreibmaschine im Sinn, sondern ihr ging es um die Eingabe von Daten, welche f\u00fcr eine technisch hochentwickelte Gesellschaft unabdingbar seien.<\/p>\n<p>Die Fraktion der &#8222;Sorglosen&#8220; geht ausserdem davon aus, dass ausreichende Kompetenzen im Tastaturschreiben in relativer kurzer Zeit innerhalb bestehender Zeitgef\u00e4sse erreicht werden k\u00f6nnen oder diese bei den Sch\u00fclerinnen oder Sch\u00fclern aufgrund der weiten Verbreitung digitaler Ger\u00e4te schon vorhanden seien.<\/p>\n<h3>Gezielte Instruktion des Tastaturschreibens<\/h3>\n<p>Die Gegenseite sieht dies anders. Sie h\u00e4lt das Tastaturschreiben f\u00fcr eine Kulturtechnik, welche im Zuge der Digitalisierung massiv an Bedeutung gewinnen werde. Ausserdem gehen sie basierend auf dem traditionell durchgef\u00fchrten Tastaturschreibunterricht davon aus, dass der Aufbau entsprechender Kompetenzen nur mit einem vergleichsweise grossen zeitlichen Aufwand m\u00f6glich ist.\u00a0Allerdings k\u00e4mpfen die Bef\u00fcrworter eines systematischen Tastaturschreibunterrichts gleich mit mehreren Schwierigkeiten und Behauptungen der Gegenseite.<\/p>\n<p>Ziemlich trivial ist das Argument der Gegenseite, die Tastaturbef\u00fcrworter hingen an den entsprechenden Lektionen, weil diese einfach zu erteilen seien und man dabei Zeitung lesen k\u00f6nnte. Eine solche Argumentation kann schnell widerlegt werden, weil einerseits ein solches Verhalten schlicht die Aufsichtspflicht der Lehrperson verletzt und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wie bei jedem anderen Lernprozess Begleitung ben\u00f6tigen, damit sich nicht unn\u00f6tig Fehler bei der Automatisierung einschleichen. Andererseits &#8211; wenn Sch\u00fcler tats\u00e4chlich selbst\u00e4ndig arbeiten k\u00f6nnen (eine wesentliche Forderung der Kompetenzorientierung) &#8211; die Lehrperson diese Zeit nat\u00fcrlich auch anderweitig sinnvoll f\u00fcr den Schulunterricht einsetzen kann, z.B. um Einzelgespr\u00e4che mit Lernenden zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Schwieriger wird es schon beim &#8222;Sekret\u00e4rinnen&#8220;-Argument, welches einmal abgesehen vom \u00fcberholten Frauenbild, einer \u00dcberpr\u00fcfung bedarf. Vielleicht ist es ja tats\u00e4chlich so, dass nicht alle Menschen sp\u00e4ter im Berufsleben eine Tastatur &#8222;ausreichend automatisiert&#8220; bedienen k\u00f6nnen m\u00fcssen. Dem w\u00e4re zu entgegnen, dass der Computer immer h\u00e4ufiger auch in als traditionell handwerklich angesehenen Berufen zum Einsatz kommt und vor allem in den Dienstleistungsberufen (wichtigster Wirtschaftssektor der Schweiz) l\u00e4ngst zum Alltag geh\u00f6rt und h\u00e4ufig auch das Abfassen von l\u00e4ngeren schriftlichen Berichten umfasst. Insbesondere aber wird das Tastaturschreiben in den h\u00f6her qualifizierten Berufen eine unabdingbare Kompetenz. Man stelle sich einen Programmierer vor, dessen Programme nicht laufen, weil er laufend Tippfehler produziert. Kommt hinzu, dass die Schriftlichkeit durch die Digitalisierung auch im Alltag ausserhalb des Berufslebens an Bedeutung gewinnt.<\/p>\n<p>Die Wichtigkeit des Tastaturschreibens wird nicht nur im Hinblick auf die Berufslehre und sp\u00e4tere T\u00e4tigkeit als wichtig angesehen, sondern gilt auch als Voraussetzung f\u00fcr ein erfolgreiches Durchlaufen einer Mittelschule und eines Studiums, denn wie Gabroswski (2008) v\u00f6llig richtig bemerkt, haben mit Maschine geschriebene Texte an Mittel- und Hochschulen eine lange Tradition, welche der breiten Einf\u00fchrung von Computern vorausgeht (S. 28).<\/p>\n<p>Anzumerken ist an dieser Stelle auch, dass l\u00e4ngere Texte, welche nicht an einem Computer geschrieben wurden, zumindest im professionellen Bereich zumindest in den letzten \u00fcber 30 Jahren wohl nur noch eine Randerscheinung sein d\u00fcrften. Das Schreiben von Texten auf einer Computertastatur ist also eine Tradition, die bereits weit mehr als eine Generation umspannt.<\/p>\n<p>In dieser Hinsicht ist Schrackmann (2011, S. 22) im ICT-Bericht des Kantons Schwyz interessant (S. 22):<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Je fr\u00fcher Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler das richtige Schreiben auf dem Computer lernen, desto weniger Haltungskorrekturen werden sp\u00e4ter notwendig und desto gr\u00f6sser wird der Nutzen beim Einsatz der Computer in den nachfolgenden Klassen. Zugleich w\u00fcrde die Informatiklektion in der 1. Klasse der Sekundarstufe I nicht mehr zu einem grossen Anteil durch das Tastaturschreiben besetzt. Mit Schreiben von Texten am Computer k\u00f6nnte fr\u00fcher und effizienter begonnen werden. Heute bleibt die Texteingabe aufgrund des fehlenden Zehnfingersystems h\u00e4ufig langwierig und zeitintensiv.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Allgemeiner formulieren dies Grabowski, Blabusch &amp; Lorenz (2007, S. 52):<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Durch die Erh\u00f6hung der Schreibgeschwindigkeit bei kompetenter Tastaturbenutzung wird die grapho-motorische Exekution wieder enger an die hierarchieh\u00f6heren Prozesse gekn\u00fcpft.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Eine Automatisierung grundlegender Kompetenzen f\u00fchrt also dazu, dass sich die Aufmerksamkeit des Lernenden auf eine h\u00f6here Ebene der Textgestaltung verlagern kann, statt nach Buchstaben zu suchen, kann sich der Lernende nun darauf konzentrieren, den treffenden Begriff zu verwenden oder die Satzkonstruktion dem Fluss der eigenen Argumentation oder Beschreibung anzupassen.<\/p>\n<p>Von der Einf\u00fchrung eines systematische Tastaturschreibunterrichts auf der Primarschule verspricht man sich also einen nachhaltigen Zeitgewinn auf den Folgestufen. Und auch in Bezug auf den wirtschaftlichen Nutzen eines solchen Unterrichts, verwendet der Bericht deutliche Worte (Schrackmann 2011, S.22):<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Sicher ist, dass die effiziente Texteingabe in unserer Informationsgesellschaft weiter an Bedeutung gewonnen hat. Gel\u00e4ufiges Tastaturschreiben ist nicht nur f\u00fcr die kaufm\u00e4nnische Lehre unentbehrlich, sondern wird auch in allen \u00fcbrigen weiterf\u00fchrenden Schulen vorausgesetzt und stellt auch in vielen Berufen\u00a0<span style=\"color: #333333; font-size: 1rem;\">eine wichtige Kompetenz des Arbeitens am Computer dar.&#8220;<\/span><\/p><\/blockquote>\n<h3>Wo bringt man das Tastaturschreiben unter?<\/h3>\n<p>Anerkennt man einmal, dass ein entsprechend automatisiertes Tastaturschreiben von Bedeutung ist, stellt sich die Frage, wo dieses durchgef\u00fchrt werden kann. Im Zyklus 2 ist dies an den meisten Schulen bisher kaum m\u00f6glich, da die Ausstattung mit Computern h\u00e4ufig mangelhaft ist und moderne Primarschulen zumeist auf Tablets setzen, welche nur \u00fcber eine virtuelle und damit f\u00fcr das Tastaturschreiben ungeeignete Ausstattung verf\u00fcgen. Auf dem Zyklus 3 stehen drei Gef\u00e4sse zu Verf\u00fcgung:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Tastaturschreiben als Hausaufgabe<\/strong><br \/>\nDies wird bereits an den meisten Schulen praktiziert, welche \u00fcber entsprechende Lernangebote verf\u00fcgen, ist aber f\u00fcr den Lernerfolg nicht ausreichend. Denn nicht wenigen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern fehlt es ohne entsprechende Anleitung an der Motivation dazu und sich einschleichende Fehler k\u00f6nnen damit kaum korrigiert werden.<\/li>\n<li><strong>Tastaturschreiben im Fach Informatik<\/strong><br \/>\nDiesen Weg sind viele Schulen bereits gegangen, durch die Anforderungen des Lehrplans 21 m\u00fcssen nun aber zus\u00e4tzliche Inhalte abgedeckt werden, was entweder zu einer Reduktion beim Tastaturschreiben oder aber einer Vernachl\u00e4ssigung obligatorischer Lehrplaninhalte f\u00fchrt.<\/li>\n<li>T<strong>astaturschreiben im Fach Deutsch<\/strong><br \/>\nDas Fach Deutsch hat \u00fcber alle Schulstufen gesehen in den letzten Jahre eine nicht unwesentliche Reduktion hinnehmen m\u00fcssen, die sich bereits jetzt sp\u00fcrbar auf die Deutschkompetenz der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auswirkt. Eine weitere Reduktion durch zus\u00e4tzliche Anforderungen kann diese Situation nicht verbessern. Und es d\u00fcrfte auch schwierig sein, hier einen Sachbezug zu finden, denn beim Tastaturschreiben geht es um einen Automatisierungsprozess und nicht in erster Linie um Deutschkompetenzen.<\/li>\n<li><strong>Tastaturschreiben als Freifach<\/strong><br \/>\nDer Lehrplan 21 und die damit verbundene Stundentafel hat das Erteilen von Freif\u00e4chern (Gesamtbelastung) der Lernenden grunds\u00e4tzlich erschwert. Und wenn Tastaturschreiben als Freifach angeboten wird, stellst sich nat\u00fcrlich auch wieder die Frage nach dem &#8222;Sekret\u00e4rinnen&#8220;-Argument.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass gerade in einer Zeit, in welcher die Wichtigkeit der Digitalisierung gesellschaftlich anerkannt wird, zumindest bei Schulen, welche diesen Bereich bisher vorbildlich gepflegt haben, ein Abbau bei einer Kernkompetenz im Umgang mit der Digitalit\u00e4t stattzufinden droht. Dies geschieht, weil bei der Planung des Lehrplans 21 in gut helvetischer Manier entsprechende Kompromisse ausgehandelt werden mussten und auch weil schlichtweg das Bewusstsein f\u00fcr die Wichtigkeit des Anliegens und der damit verbundenen Konsequenzen fehlt. Insbesondere Schulen, welche die Digitalisierung noch gar nicht angegangen, geschweige denn umgesetzt haben, zeigen in dieser Hinsicht wenig Verst\u00e4ndnis. So lange Texte vor allem mit dem F\u00fcller auf Papier gebracht werden, ist das Tastaturschreiben verst\u00e4ndlicherweise kein Thema. Wo die Digitalisierung weit fortgeschritten ist, sch\u00e4tzt man die Lage anders ein. Das Schreiben von l\u00e4ngeren Texten an Computer wird f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu einer Qual, wenn sie nicht \u00fcber zumindest grundlegende Kompetenzen im Tastaturschreiben verf\u00fcgen. Ohne entsprechende Automatisierung wird das Schreiben solcher Texte verunm\u00f6glicht, weil sowohl das Arbeitsged\u00e4chtnis als auch die Aufmerksamkeitsspanne \u00fcberfordert werden, wenn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Adlersystem nach einzelnen Buchstaben auf der Tastatur suchen m\u00fcssen. Die Folge sind dann abgebrochene Gedankeng\u00e4nge, verlorene Formulierungen und unzusammenh\u00e4ngende Abfolgen von S\u00e4tzen. Noch drastischer wirkt sich die fehlende Kompetenz an der Tastatur im eigentlich Informatikunterricht aus. Die Lernenden sind nicht in der Lage innert n\u00fctzlicher Zeit kleine Programme im informatorischen Unterricht zu schreiben, weil diese aufgrund der vielen Tippfehler erst gar nicht vom Computer verstanden werden k\u00f6nnen. Zwar kann dieser Umstand mit blockbasierten Programmiersprachen umgangen werden, zumindest einige Lehrmittel setzen aber stark auf die textbasierte Programmierung und diese ist dann auch im Berufsleben von weit gr\u00f6sserer Bedeutung als blockbasierte Sprachen.<\/p>\n<p>Um diese vertrackte Situation zu kl\u00e4ren, bedarf es der Absprachen zwischen den Zyklen 2 und 3, insbesondere auch deshalb, weil im Zyklus 2 f\u00fcr die informatorischen Kompetenzen entsprechend Lektionen gesprochen wurden und man sich zurecht die Frage stellen sollte, wozu diese zus\u00e4tzlichen Zeitfenster am sinnvollsten eingesetzt werden sollten.<\/p>\n<h3>Fragestellungen zum Tastaturschreiben<\/h3>\n<p>Auf dem Weg zu einer Antwort stellen sich weitere Fragen:<\/p>\n<ul>\n<li>Welche <strong>Lehrpersonen<\/strong> (der Zyklen 2 und 3) verf\u00fcgen \u00fcber entsprechende Erfahrungen mit dem Tastaturschreiben? Respektive: Gibt es einen entsprechenden Ausbildungsbedarf und wie schnell kann dieser befriedigt werden?<\/li>\n<li>Welche <strong>Methodik<\/strong> f\u00fchrt bei den meisten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern in m\u00f6glichst kurzer Zeit zu einer m\u00f6glichst hohen Kompetenz im Tastaturschreiben ohne sp\u00e4ter zu Komplikationen zu f\u00fchren?<\/li>\n<li>Ab welchem <strong>Alter<\/strong> sind Lernende \u00fcberhaupt in der Lage innerhalb einer n\u00fctzlichen Frist das Tastaturschreiben in ausreichendem Masse zu automatisieren und in welchen Abst\u00e4nden m\u00fcssen die entsprechenden Fertigkeiten erneut er\u00fcbt werden (falls sie sich nicht als Selbstl\u00e4ufer entpuppen).<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Kompetenz der Lehrpersonen zur Erteilung des Tastaturschreibunterrichts<\/h3>\n<p>Laut einer Studie der PH Zentralschweiz (Petko &amp; Graber 2010, S. 15) hat nur eine Minderheit der Lehrpersonen der Sekundarstufe I &#8222;schon einmal mit Lernenden Tastaturschreiben ge\u00fcbt (38 %)&#8220;. Im gleichen Bericht ist auch die Rede davon, das Tastaturschreiben im Fach Medien und Informatik anzusiedeln (ebd. S. 24). Allerdings scheint zumindest auf der Primarstufe eine Vermittlung des Tastaturschreibens ohne aufw\u00e4ndige Schulung von Lehrpersonen m\u00f6glich zu sein (Schrackmann 2011, S. 10).<\/p>\n<h3>Methodik des Tastaturschreibens<\/h3>\n<p>Zwar gibt es unterdessen verschiedene Lernprogramme zum Tastaturschreiben. Welches davon auch welcher Schulstufe bei den meisten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern zu einem m\u00f6glichst raschen Lernfortschritt f\u00fchrt, scheint aber entweder unklar zu sein oder aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Programmen sind derart klein, dass sie keine grosse Rolle spielen.<\/p>\n<p>Die meisten Programme zur Einf\u00fchrung des Tastaturschreibens scheinen auf drei Strategien zu basieren (Zeitz 2016, S. 6-9 und Bussinger-Sgier, Greisler-Reinhard &amp; Sager 2010):<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Antrainieren der richtigen K\u00f6rperhaltung vor der Tastatur:<\/strong><br \/>\nDazu geh\u00f6rt die richtige Platzierung der Finger auf der Tastatur ebenso, wie eine insgesamt g\u00fcnstige K\u00f6rperhaltung mit einer g\u00fcnstigen Anwinkelung der Arme usw.<\/li>\n<li><strong>Lernen der Position der einzelnen Tasten (Buchstaben)<\/strong><br \/>\nDurch einen sorgf\u00e4ltigen Aufbau wird die Motorik so trainiert, dass einzelne Tasten nicht nur gezielt gefunden werden, sondern dass dabei auch ein entsprechender Rhythmus entwickelt wird, welcher weitere Automatisierungsprozesse unterst\u00fctzt.<\/li>\n<li><strong>Aneignen von gel\u00e4ufigen Buchstabenkombinationen<\/strong><br \/>\nIn einem weiteren Automatisierungsschritt werden typische Kombinationen von Buchstaben (welche sich von Sprache zu Sprache stark unterscheiden k\u00f6nnen) in Bewegungsabl\u00e4ufen zu sogenannten &#8222;chunks&#8220; zusammengefasst. Dieser Schritt der Automatisierung ist Voraussetzung f\u00fcr ein fl\u00fcssiges Schreiben, welches es den Lernenden erlaubt, nicht nur Text zu produzieren, sondern diese Produktion auch fortlaufend zu evaluieren und gegebenenfalls korrigierend einzugreifen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da es beim Tastaturschreiben wichtig ist, dass die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler auf den Bildschirm und nicht auf die Tastatur schauen, stellt sich die Frage nach der Verwendung von Abdeckungen im Unterricht. Gem\u00e4ss Nichols (2004) kann die Verwendung von Abdeckungen zumindest bei Primarsch\u00fclern zu einer Erh\u00f6hung der Tippgeschwindigkeit f\u00fchren, soll aber keinen Einfluss auf die Genauigkeit haben.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Methodik des Tastaturschreibens g\u00e4be es sicherlich noch Forschungsbedarf hinsichtlich der besten Reihenfolge, mit der einzelne Buchstabenkombinationen eingef\u00fchrt werden sollten. Inwiefern ein entsprechendes Lehrmittel oder Lernprogramm einen Beitrag leistet, scheint momentan nicht absch\u00e4tzbar zu sein. Hier t\u00e4te sich ein ideales Forschungsfeld f\u00fcr PH-Studierende oder Dozierende auf.<\/p>\n<h3>Richtiges Alter f\u00fcr das Tastaturschreiben<\/h3>\n<p>Becker-Mrotzek (2007, S. 13) weist in &#8222;Im Deutschunterricht (neue) Medien sinnvoll nutzen&#8220; darauf hin, dass die Frage, ab wann ein Tastaturschreibunterricht sinnvollerweise durchgef\u00fchrt werden soll, nicht restlich gekl\u00e4rt sei:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Keine eindeutige Antwort gibt es bislang auf die Frage, ob das Tastaturschreiben mit zehn Fingern schon in der Grundschule\u00a0eingef\u00fchrt werden soll. Sp\u00e4testens in der Sekundarstufe I sollte\u00a0ein solches Training jedoch m\u00f6glichst breit angeboten werden, weil es die\u00a0technische Seite der Textproduktion vereinfacht und beschleunigt.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p>Damit kl\u00e4rt der Autor zumindest die Wichtigkeit des Tastaturschreiben f\u00fcr die Sekundarstufe I und gibt auch eine klare Empfehlung ab.<\/p>\n<p>Mehr Informationen liefert hier einmal mehr die PH Schwyz in &#8222;ICT Strategie an den Volksschulen des Kantons Schwyz&#8220; (Schrackmann 2011, S. 5). Im Kanton Schwyz soll das Tastaturschreiben bereits ab der 4. Klasse der Primarschule (also Zyklus 2) systematisch vermittelt werden. Der Bericht nennt im Gegensatz zum Lehrplan auch klare Gelingenskriterien f\u00fcr diesen Unterricht. So sollen die Lernenden mit mindestens 50 Anschl\u00e4ge pro Minute 10 Minuten lang mit weniger als 4 Fehlern produzieren k\u00f6nnen. In der Sekundarstufe 1 soll dann in einem optionalen Angebot ausserhalb des Informatikunterrichtes weiter bis auf 100 Anschl\u00e4ge pro Minute automatisiert werden.<\/p>\n<p>Weiter empfiehlt der Bericht, den Tastaturschreibunterricht aufgrund der fehlenden Ausstattung im Rahmen des w\u00f6chentlichen Unterrichts individuell durchzuf\u00fchren, wof\u00fcr 15 Minuten pro Woche veranschlagt werden (S. 9). Ein durchgef\u00fchrter Schulversuch habe gezeigt, dass ein Tastaturschreibunterricht bereits mit Lernenden ab 10 Jahren erfolgreich durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nne, da nach zwei Jahren fast die H\u00e4lfe der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler fl\u00fcssig im Zehnfingersystem h\u00e4tte schreiben k\u00f6nnen. (S. 10). Der Bericht nennt weitere interessante Ergebnisse und Schlussfolgerungen (S. 11), wovon einige zusammenfassend wiedergegeben werden sollen:<\/p>\n<ul>\n<li>Sch\u00fcler, welche mit dem Zehnfingersystem schreiben, k\u00f6nnten schneller tippen und schnelles Tippen sei \u00dcbungssache.<\/li>\n<li>Das Tastaturschreiben werde von einer Mehrheit der Lernenden und Eltern als positiv erlebt.<\/li>\n<li>Es brauche eine verbindliche Durchf\u00fchrung des Tastaturschreibens und m\u00f6glicherweise sollte dieses bereits auf der Primarstufe auch bewertet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Bezug auf die Sekundarstufe I h\u00e4lt der Bericht fest, dass die &#8222;gegenw\u00e4rtig vorgeschriebene Lektion in der ersten Klasse der Sekundarstufe I nicht gen\u00fcgt, damit alle Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler die erwartete Fertigkeit im Tastaturschreiben erreichen und gleichzeitig die ICT-Anwendungskomptenzen \u2026 gem\u00e4ss Lehrplan vermittelt werden k\u00f6nnen&#8220; (S. 22). Ber\u00fccksichtigt man den Umstand, dass der Lehrplan 21 im Fach &#8222;Medien und Informatik&#8220; dar\u00fcber hinausgehende Anforderungen an die Lerninhalte stellt und daf\u00fcr eine Lektion zu Verf\u00fcgung steht, kann man davon ausgehen, dass diese Aussage weiterhing G\u00fcltigkeit hat, insbesondere auch deshalb, weil sie exakt die Erfahrung von Lehrpersonen widerspiegelt, welche selbst im Rahmen einer Jahreslektion Tastaturschreiben auf der Sekundarstufe I unterrichten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die eher theoretische Forschung die Frage nach dem idealen Alter f\u00fcr die Durchf\u00fchrung eines systematischen Tastaturschreibens noch immer als ungekl\u00e4rt betrachtet, hat die Praxis gezeigt, dass es sinnvoll ist, m\u00f6glichst fr\u00fch damit zu beginnen, weil damit nicht nur das Antrainieren ung\u00fcnstigen Automatismen verhindert werden kann, sondern auch die langfristigen Gewinne auf den Folgestufen betr\u00e4chtlich zu sein scheinen.<\/p>\n<h3>Fazit<\/h3>\n<p>Wenn man keine fundamentalen Einw\u00e4nde gegen die Digitalisierung unserer Gesellschaft mit all ihren Vor- und Nachteilen hat, dann muss man die Wichtigkeit der Kulturkompetenz Tastaturschreiben anerkennen, weil sie nicht nur (fast) alternativlos geworden ist, sondern in vielen Lebensbereichen eine zentrale Rolle spielt und sich dies wohl auch in absehbarer Zukunft trotz aller technischen Entwicklungen nicht \u00e4ndern d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Mit der zunehmenden Durchdringung der Volksschule durch digitale Produkte sieht sich diese mit Fragen konfrontiert, welche noch vor 30 Jahren vor allem f\u00fcr Mittelschulen und Universit\u00e4ten von Bedeutung waren. Damit geht eine Verlagerung der Kulturtechnik Tastaturschreiben auf die Stufe der Volksschule einher. Der bisher schon an vielen Schulen der Sekundarstufe I umgesetzte Tastaturschreibunterricht ger\u00e4t durch die Anforderungen des Lehrplans 21 zunehmend unter Druck. Und da eine Vernachl\u00e4ssigung einer solch zentralen Kulturtechnik wie das Tastaturschreiben im Zeitalter der vorherrschenden digitalen Technik nicht akzeptabel ist, folgt daraus notwendigerweise eine Teilverlagerung dieses Unterrichts auf die Primarschule.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise liegen bereits entsprechende Erfahrungen vor, welche in aller Deutlichkeit zeigen, dass eine systematische Instruktion des Tastaturschreibens auf der Primarstufe nicht nur machbar ist, sondern mit vergleichsweise bescheidenen Mitteln auch erfolgreich umgesetzt werden kann und zudem auf allen Folgestufen zu positiven Effekten f\u00fchrt, welche weitere f\u00fcr eine digitale Gesellschaft wichtige Lernschritte erleichtern oder erst gar erm\u00f6glichen.<\/p>\n<h3>Quellen<\/h3>\n<p>Becker-Mrotzek (2007). Im Deutschunterricht (neue) Medien sinnvoll nutzen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Michael_Becker-Mrotzek\/publication\/273751639_Im_Deutschunterricht_neue_Medien_sinnvoll_nutzen\/links\/5509f41d0cf20ed529e23419\/Im-Deutschunterricht-neue-Medien-sinnvoll-nutzen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.researchgate.net\/profile\/Michael_Becker-Mrotzek\/publication\/273751639_Im_Deutschunterricht_neue_Medien_sinnvoll_nutzen\/links\/5509f41d0cf20ed529e23419\/Im-Deutschunterricht-neue-Medien-sinnvoll-nutzen.pdf<\/a><\/p>\n<p>Bussinger-Sgier, Greisler-Reinhard &amp; Sager (2010). Tastaturschreiben. Verlag SKV<\/p>\n<p>Gabrowski (2008). The internal structure of university students\u2019 keyboard skills. Journal of Writing Research<br \/>\n<a href=\"https:\/\/citeseerx.ist.psu.edu\/viewdoc\/download?doi=10.1.1.674.3490&amp;rep=rep1&amp;type=pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/citeseerx.ist.psu.edu\/viewdoc\/download?doi=10.1.1.674.3490&amp;rep=rep1&amp;type=pdf<\/a><\/p>\n<p>Grabowski, Blabusch &amp; Lorenz (2007). Schreibkompetenz modellieren. In Becker-Mrotzek &amp; Schindler &#8222;Texte schreiben&#8220;. Gilles &amp; Francke<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kups.ub.uni-koeln.de\/8218\/1\/Koebes52007.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kups.ub.uni-koeln.de\/8218\/1\/Koebes52007.pdf<\/a><\/p>\n<p>Gillmon (1991). Keyboard Proficiency: An Essential Skill in a Technological Age. City Technology Colleges Trust<br \/>\n<a href=\"https:\/\/files.eric.ed.gov\/fulltext\/ED348557.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/files.eric.ed.gov\/fulltext\/ED348557.pdf<\/a><\/p>\n<p>G\u00fcnther, Bredel &amp; Becker-Mrotzek (2007). Texte schreiben. In Becker-Mrotzek &amp; Schindler &#8222;Texte schreiben&#8220;. Gilles &amp; Francke<br \/>\n<a href=\"https:\/\/kups.ub.uni-koeln.de\/8218\/1\/Koebes52007.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/kups.ub.uni-koeln.de\/8218\/1\/Koebes52007.pdf<\/a><\/p>\n<p>Lehrplan Volksschule Thurgau: <a href=\"https:\/\/tg.lehrplan.ch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/tg.lehrplan.ch<\/a><\/p>\n<p>Nichols (2004). Learning to keyboard. Does the use of keyboard\u00a0covers make a difference? Information Technology in Childhood Education Annual<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.learntechlib.org\/p\/5209\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.learntechlib.org\/p\/5209\/<\/a><\/p>\n<p>Petko &amp; Graber (2010). ICT Unterricht der Sekundarstufe I. Bericht zur empirischen Bestandsaufnahme. PH Zentralschweiz<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sz.ch\/public\/upload\/assets\/11019\/ICT-SekI_2010.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sz.ch\/public\/upload\/assets\/11019\/ICT-SekI_2010.pdf<\/a><\/p>\n<p>Schrackmann (2011). ICT-Strategie an den Volksschulen des Kantons Schwyz. ICT-Strategiekommission des Kantons Schwyz<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sz.ch\/public\/upload\/assets\/11248\/AVS-Schwyz_ICT-Strategie-Volksschulen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.sz.ch\/public\/upload\/assets\/11248\/AVS-Schwyz_ICT-Strategie-Volksschulen.pdf<\/a><\/p>\n<p>Zeitz (2016). Type to Learn. Research-based keyboarding instruction for the 21st century. University of Northern Iowa<br \/>\n<a href=\"https:\/\/typetolearn.sunburst.com\/TTL_whitepaper.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/typetolearn.sunburst.com\/TTL_whitepaper.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Volksschule wurde bereits vor Jahren das systematische Training der Handschrift unter anderem mit dem Hinweis auf deren verschwindende Bedeutung im tastaturorientierten Computerzeitalter massiv abgebaut oder zumindest aus dem Klassenzimmer in die Verantwortung der Eltern verlagert. Ein systematischer Schreibunterricht, wie er ehemals praktiziert wurde, scheint kaum mehr stattzufinden. Die Auswirkungen dieser Entwicklung werden selten &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/gigers.com\/blog\/tastaturschreiben\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eTastaturschreiben\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-150","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=150"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":153,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/150\/revisions\/153"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=150"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=150"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gigers.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=150"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}